Aus Liebe zum Leben.

Herzratenvariabilitätsmessung (HRV)

Mithilfe der Messung von Herzrhythmus und Atemfrequenz lassen sich nervlich bedingte Krankheiten erkennen.

1. Erklärung + Bedeutung

Eine gut funktionierende neurovegetative Regulation ist der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden. Unsere Herzfrequenz wird gesteuert durch die zwei Gegenspieler Sympathikus (Stressnerv) und dem Parasympathikus (Ruhenerv). Erkennbar ist der Zustand der neurovegetativen Regulation an der Veränderung der zeitlichen Abfolge einzelner Herzschläge, der sogenannten Herzratenvariabilität (HRV).

Vor allem unsere “innere Bremse“, der Parasympathikus mit seinem Hauptnerv, dem Nervus Vagus, kann die Vorgänge im Körperinneren optimal regeln. Ein leistungsfähiger Parasympathikus führt zu einer engen Kopplung von Atmung und Herzfrequenz.

2. Anwendung + Wirkung

So wie eine gute Kopplung auf einen gesunden Parasympathikus schließen lässt, ist ein Fehlen der Koppelung von Atmung und Herzschlag ein deutlicher Hinweis auf eine nicht ausreichende parasympathische Aktivität. Unser Parasympathikus ist empfindlich gegen schädigende Einflüsse. Chronischer Stress, Bewegungsmangel, ein ungünstiger Lebensstil und verschiedene Krankheiten führen zur „parasympathischen Dysfunktion“. Hält diese Fehlfunktion des Parasympathikus länger an, leidet die Gesundheit. Es gibt mittlerweile begründete Hinweise, dass eine Schwäche des Parasympathikus in kausaler Verbindung steht mit dem Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Alzheimer.

Anhand mehrerer wissenschaftlicher Studien konnte festgestellt werden, dass komplexe positive emotionale Reaktionen, wie z.B. Liebe, Freude usw., eine messbare Synchronisation von Herz- und Atemrhythmus vorliegt, während negative Reaktionen, wie Stress, Ärger, Angst, mit einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen einhergehen.

3. Verfahren + Methodik

In den letzten Jahrzehnten wurden verschiedene Biofeedback-Methoden und Geräte entwickelt, um die Veränderungen des Herzschlags zu messen. Dabei lag besonderer Fokus auf der parallelen Messung von Herz und Atmung, um so den Grad der Abweichung bzw. Synchronität von Herzrhythmus und Atemfrequenz ermitteln zu können. Mit Hilfe eines Brustgurtes oder Ohrclips wird der Puls gemessen. Das Ergebnis zeigt sich bildlich oder akustisch.