Aus Liebe zum Leben.

Biologische Medizin: Entgiften statt vergiften

Vor etwa einem Jahr bekam ich von einer bereits länger bekannten Patientin ein kleines Büchlein von 1914 geschenkt. Sie meinte „Das können Sie sicher gut gebrauchen“. Der Titel lautete »Warum wir sterben, Der Autor war ein Schweizer Biologieprofessor. Es dauerte geraume Zeit, bis ich mich an das Buch heranwagte. Der Titel ließ vermuten, dass es Ratschläge im Umgang mit dem Sterbeprozess oder der Trauerarbeit enthielt.

Doch bereits die ersten Seiten machten mir klar, dass die von Prof. Lipschütz aus Zürich zusammengetragenen Forschungsergebnisse dem Leser wesentliche Grundlagen unserer geschätzten biologischen Medizin vor Augen führten. Konkret beschreibt der Autor, was wir alle aus dem Biologieunterricht wissen: Jede Zelle, vom Einzeller angefangen, wird durch Stoffwechsel lebendig und dieser ist gekennzeichnet durch die Zufuhr von Nährstoffen und die Ausfuhr der Stoffwechselprodukte, die im Zellstoffwechsel anfallen.

Was wir vom Pantoffeltierchen lernen können

Der Wissenschaftler Lorande Loss Woodruff setzte ein Pantoffeltierchen in ein Miniaquarium. Nach jeder Zellteilung (alle zwei bis drei Tage) gab er frisches Heuaufgusswasser hinzu. Auch nach 3029 Generationen (!) war keine einzige (!)  Zeltleiche in dem Aquarium zu finden. Wird das flüssige Zellmilieu erst nach drei bis fünf Zellteilungen erneuert. -teilen sich die Zellen langsamer und werden kleiner. Nach ca. 150 Generationen können erst tote Einzeller beobachtetwerden, Lipschütz sagt wörtlich: „Die Pantoffeltierchen werden in einer Nährlösung durch Stoffe geschädigt, die sie selber in der Nährlösung hineinbringen, durch Stoffwechselprodukte bzw. Schlacken, die in ihrem Stoffwechsel entstehen.“

Die Zellen werden also durch die Anhäufung eigener Stoffwechselprodukte in ihrer Umgebung geschwächt und später abgetötet. Diese Negativentwicklung verlangsamte sich deutlich, als man die Menge an Wasser im Miniaquarium erhöhte. Und sie blieb aus bei Zugabe von Flüssigkeit, in welcher sich andere Einzeller (im Beispiel das Wimperntierchen Pleurotricha) aufhielten. Die Einzeller wurden demnach am stärksten durch die selbst bzw. von gleicher Spezies produzierten Stoffwechselprodukte geschädigt.

pantoffeltierchen vermehren abbildung

22 Jahre alt werden

Betrachten wir in diesem Zusammenhang unsere maximale Lebenserwartung: Der Mensch steht mit aktuell 122 Jahren immerhin an fünfter Stelle der höher entwickelten Tiere. Noch älter werden der Stör (bis 155 Jahre), der Grönlandwal (bis 200 Jahre), die Galapagosschildkröte (bis 250 Jahre) und als absoluter Methusalem der Riesenschwamm Scolymastra joubini (bis 10000 Jahre). Sicher ist Letzterer als in mehreren Tausend Metern Tiefe lebender Mehrzeller für uns weniger relevant.  Dennoch finden bei ihn in extremer Weise der Abtransport und die Ausscheidung von stoffwechselprodukthaltigen Schlacken statt, wie auch bei Wal und Sör. Die Gelapagosschildkröte ernährt sich vegetarisch von Gräsern, Kräutern, Beeren, Hechten und Kakteen und dies in einem strengen Schutzgebiet fernab von Industriegiftbelastung moderner Zivilisation.

Im Buch von Prof. Lipschütz wird die Frage verfolgt, wie sich diese Zusammenhänge im (Mehr)Zellenstaat mit all seiner Komplexität und Spezialisierung / Differenzierung auswirken. Dabei hängt die Lebens- und Oberlebensfähigkeit wesentlich von der geweblichen Fähigkeit zum Zellaustausch (= Regeneration) und von der Ausscheidungs- bzw. Reinigungsfähigkeit ab.

Spezialisierte Gewebe ohne Fähigkeit zur Zellerneuerung sind maximal auf ein optimales Zellmilieu angewiesen. Wird dieses zunehmend mit Stoffwechselprodukten belastet, schränkt das die Zelle funktionell ein (Zelldepression) und sie stirbt schließlich vorzeitig ab. Für unser Leben limitierend sind dabei das Nervensystem und die aus dem Ektoderm hervorgegangenen Sinneszellen, welche auf ein lebenslanges „Werwöhnprogramm“ angewiesen sind.

Lipschütz sei auch hierzu zitiert: „Die entstehenden Stoffwechselprodukte werden im Zellverband im Laufe der Zeit nicht sorgfältig genug herausgeschafft. Sie häufen sich mehr und mehr in und um die Zellen an, stören deren Funktion und führen zur Atrophie. Sobald die Anhäufung der Schlacken weit genug fortgeschritten ist, sind diese Zellen nicht mehr auf dem Posten, sie versagen den Dienst. Sie büßen die Frische ein, wir werden alt.“

Da bekanntlich einige Gewebe eher unzureichend mit Blut und Lymphe umspült sind, bemerkt der Autor: „Das Zusammenleben der Zellen im tierischen Zellenstaat hätte vollkommener eingerichtet sein können…“.

Was heißt das In Zusammenhang mit Krebs?

Wir Menschen haben von Natur aus – zumindest in unseren Breiten – in der Regel die Fähigkeit und die Möglichkeit, unsere Ernährungs- und Lebensweise zu verändern, wir können ausreichend und qualitätsorientlert trinken und uns regelmäßig bewegen. Maßnahmen zur Ausleitung, Entgiftung und Entschlackung helfen uns zusätzlich, dem menschlichen Rekordalter nahezukommen.

Die Wissenschaftlerin Dr. Catherine Kousmine belegte bereits 1962 Giftanhäufung in Krebsgewebe und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit von Tumorgewebe gegenüber Toxinen. Sie forderte daher eine konsequente Entgiftung für Krebspatienten.

Biologische Medizin arbeitet nach biologischen Gesetzen. Sie zielt darauf, die Ver- und Entsorgung der Zellen positiv zu beeinflussen. Dies ist einfach und logisch – BIO-LOGISCH! Die Möglichkeiten sind vielfältig. Beispielhaft will ich hier zwei Varianten nennen, die Sie nutzen können.

Ölkauen

Das Ölkauen kann bei Krebserkrankungen dazu beitragen, den Organismus nach belastenden Therapien zu entgiften. Zusätzlich hilft es bei Schleimhautproblemen im Mundbereich infolge einer Chemo- oder Strahlentherapie. Nach Dr. Karach besteht der Grundsatz dieses Verfahrens darin, einfach Öl in der Mundhöhle zu schlürfen und zu saugen. Während dieses Vorgangs wird der Stoffwechsel angeregt. Positive lokale Effekte sind auch in der Festlegung des Zahnfleisches und gegen Zahnfleischbluten (Parodontose) zu erwarten.

So wird die Öltherapie durchgeführt: Nehmen Sie mindestens einen Teelöffel, höchste einen Esslöffel eines Pflanzenöls in den Mund. Optimal geeignet ist Bio-Sonnenblumenöl. 15 bis 20 Minuten lang wird das Öl langsam gesaugt, gespült und durch die Zähne gesogen. Das macht man am besten morgens vor dem Frühstück. will man die Wirkung verstärken, wird das Ölkauen dreimal täglich vor dem Essen und mit leerem Magen wiederholt.

Schlucken Sie das Öl nicht hinunter! Wenn das anfangs dickflüssige Öl dünnflüssiger wird, soll es in die Toilette ausgespuckt werden. Die Flüssigkeit ist dann so weiß wie Milch. Falls sie noch gelb ist, war das Spülen von zu kurzer Dauer Nach dem Ausspucken ist es wichtig, dass man die Zunge von hinten nach vorne mittels eines Zungenschabers (Drogeriemarkt) reinigt, die Mundhöhle mehrmals gründlich mit warmem Wasser spült und die Zähne putzt, denn in der Flüssigkeit befinden sich große Mengen von Bakterien, verschiedene Krankheitserreger und andere schädliche Substanzen.

Ausleitung über die Fußsohlen

Verstärkend für Ihre Ausleitungstherapie wirkt ein „Netterumani-Fußzonenpflaster“. („Nette,- mani» ist japanisch und bedeutet »während des Schlafs“). Die Methode stammt aus der asiatischen Volksheilkunde und nutzt die Tatsache, dass der Mensch komplett als „Mikrokosmos“ auf den Fußsohlen abgebildet ist. Ein im Pflaster befindliches Gemisch von Baumharz, dem Heilpilz Agaricus und Turmalin-Edelsteinpuiver aktiviert beim Aufkleben vor dein Schlafengehen die nächtliche Ausleitung von toxischen Stoffen über die Haut. Risiken bzw. Nebenwirkungen entstehen dabei nicht.

Zum Weiterlesen:
  • GfBK-Info Ausleitung und Entgiftung
  • Alexander Lipschütz: Warum wir sterben. 1914, Franck’sche Verlagsbuchhandlung
  • Catherine Kommine: Comparative mechanism of neutralization of a hemolytic toxin by a tumor tissue and the liver, Rev Pathol Gen Physiol Clin. 1962 Jan; 62: 69-79.
Call Now Button