Liebe Newsletter-Leser und Patienten,

die Covid-19 Pandemie ist am Abklingen. Jetzt wird zunehmend sichtbar, dass eine Vielzahl von scheinbar Genesenen mit dem Multisystemischen entzündlichen Syndrom und auch dem „Long-COVID Syndrom“ (POST-COVID-Syndrom) zu kämpfen haben.

Weiter unten sehen Sie eine sehr gute Darstellung dieses Themas der Von Ardenne Institut für Angewandte Medizinische Forschung GmbH zum Thema Verwendung von Ganzkörperhyperthermie zur Unterstützung der „Long-COVID Syndrom“ (POST-COVID-Syndrom) Rehabilitation.

Da die Klinik im LEBEN 3 Systeme des Typs IRATHERM 1000M im Einsatz hat, haben wir basierend auf den Empfehlungen des Von Ardenne Instituts und unseren Erfahrungen bei der Behandlung derartiger Symptome ein Konzept entwickelt, welches je nach Ausprägung modular aufgebaut ist.

Die Therapie besteht an 3, 5 oder 10 Gesundheitstagen aus je einer:

  • Ganzkörper-kurz-Hyperthermie unter O2 – Gabe
  • ProcCluster – Infusion 0,2% (Procainsalz in spezieller Galenik) und ProcCluster – Kapseln 60 mg 30 Stück zur Einnahme an den Pausentagen zwischen den Behandlungen

Darüber hinaus empfehlen wir je Gesundheitstag ein/e:

  • Sauerstoff-Intervall Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT) zur Aktivierung des Zellstoffwechsels
  • Vitamin C – Infusion 15g

Aus unseren Erfahrungen heraus ist diese Therapie auch bei COVID-19 – Impfreaktionen gut einsetzbar.

Bei Interesse beraten wir Sie gern und erstellen Ihnen einen individuellen Kostenplan.

Kontakt:
Telefon 03661-4438210
Email
Kontaktformular https://www.klinik-imleben.de/de/kontakt/

Weiterführende Informationen zur Ganzkörperhyperthermie unter: https://med.ardenne.de

Hyperthermie in der

Verwendung von Ganzkörperhyperthermie zur Unterstützung der
„Long-COVID“ (POST-COVID-19) Rehabilitation

Dank der Impfstoffe kann die Verbreitung des SARS-CoV-2-Erregers in Deutschland immer besser eingedämmt werden. Trotzdem sind bereits jetzt (Stand: Mai 2021) mehr als 3,5 Millionen Deutsche an COVID erkrankt gewesen. Es ist bisher noch unklar, wie viele von den Genesenen tatsächlich frei von Symptomen sind. Zur Zeit konnte das Robert Koch-Institut (RKI) lediglich feststellen, dass etwa 40% der in der Klinik behandelten Patienten längerfristig Unterstützung benötigten. Nach einer milden COVID-19-Erkrankung ohne Krankenhausaufenthalt ist dies immerhin etwa jeder Zehnte.

In der Fachliteratur wird deshalb mittlerweile zwischen drei Stadien unterschieden:

  • „akute“ COVID-19-Erkrankung
  • Multisystemisches inflammatorisches Syndrom
  • „Long-COVID“ (POST-COVID-Syndrom)

Während die akute COVID-Erkrankung 10-14 Tage andauert tritt in seltenen Fällen, etwa 2-5 Wochen nach Beginn der Infektion, ein multisystemisches inflammatorisches Syndrom ein, welches mehrere Organsysteme betrifft, auch solche, die zunächst nicht vom Virus befallen waren. Im Zusammenhang mit COVID-19 wird dies häufig als Immundysregulation kategorisiert [1].

Doch weitaus häufiger treten auch noch Symptome Wochen bis Monate nach einer Infektion auf. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diese Symptome unter dem Begriff „LongCOVID“ oder „POST-COVID-Syndrom“ zusammengefasst. Bisher liegt jedoch noch keine  klare Definition der Long-COVID-Symptome vor.

Besonders auffällig ist zudem, dass auch immer häufiger junge Menschen unter den Langzeitfolgen leiden. In Grafik 1 ist die Altersverteilung von Teilnehmern einer Long-COVID-Umfrage dargestellt. Darin ist zu erkennen, dass mehr als 70% der Betroffenen noch keine 50 Jahre alt sind.

In einer ersten britischen Studie wurden 384 stationär behandelte Patienten mit einer COVID-Erkrankung nachuntersucht. Daraus geht hervor, dass 2 Monate nach der Entlassung fast 70% unter Fatigue und mehr als 50% noch immer unter Atemnot litten. Während mehr als ein Drittel (34%) weiterhin über Husten klagte, wiesen 14,6% auch Symptome einer Depression auf [2]. Unter den Langzeitfolgen leiden viele Personen also nicht nur physisch, sondern auch psychisch.

Diese vielen, eher unspezifischen Symptome bilden ein sehr komplexes Krankheitsbild, was einen großen Teil der POST-COVID-Ambulanzen vor Probleme stellt. Nicht immer liegen objektiv messbare Lungenfunktions-, Gasaustausch- oder Diffusionsstörungen vor.

In Grafik 2 sind die häufigsten Symptome während der akuten Krankheitsphase und 14-21 Tage danach in Balkendiagrammen dargestellt. Demnach beklagten mehr als 50% der erkrankten Personen ein oder mehr andauernde Symptome  im Nachfolgeinterview. Viele dieser Symptome wie Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Fatigue/Müdigkeit sind ein eindeutiges Indiz für eine verminderte Versorgung des Gewebes, einen verlangsamten Stoffwechsel und einen generell beeinträchtigten Immunstatus.

Rein physiologisch ist genau das der Ansatzpunkt, wo durch eine gesteigerte Körperkerntemperatur natürlich gegengesteuert werden kann. Es konnte bereits medizinisch belegt werden, dass mit Körperkerntemperaturen bis 39°C das Immunsystem signifikant stimuliert wird [3,4] und insbesondere die Ganzkörperhyperthermie muskuloskelettale Schmerzen deutlich reduzieren kann [5,6]. 

Aus besagten Erkenntnissen ergibt sich mit der Ganzkörperhyperthermie ein innovativer Weg zur Verbesserung der Regeneration und der Genesung von Patienten mit Spätfolgen einer COVID-19-Erkrankung. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass diese beschleunigte Regeneration ohne zusätzliche Medikamente und bei sehr geringem Risiko an Nebenwirkungen erfolgt.                                                  

Zur adjuvanten Behandlung von Patienten mit Langzeitfolgen einer COVID-Erkrankung mittels Ganzkörperhyperthermie gibt das Von Ardenne Institut für Angewandte Medizinische Forschung deshalb eine aktive Anwendungsempfehlung heraus.

Am patientenfreundlichsten lässt sich eine Ganzkörperhyperthermie-Behandlung mit der IRATHERM®1000M (Grafik 3) durchführen.

Zu empfehlen sind:

  • 3-6 Sitzungen mit einer Dauer von 75 min (45 min Temperatur-Anstieg plus 30 min Temperatur-Plateau)
  • das Erreichen einer Körperkerntemperatur von 38,5 – 39,0 °C
  • geringere Strahlungsintensität bei den besonders stark Geschwächten

Zudem kann die zusätzliche Gabe von Sauerstoff, im Sinne einer OXITHERMIETherapie, über die gesamte Behandlungsdauer in Betracht gezogen werden. Hierbei empfehlen sich 10 L/min, um den erhöhten Atemvolumenanforderungen bedingt durch die Hyperthermie gerecht zu werden. Weiterhin ist die Gabe von Vitamin C nach ärztlichen Ermessen während der Behandlung zu empfehlen.

Literatur:

  • [1] Datta et al., JAMA 2020; 324:2251-2252
  • [2] Mandal et al., Thorax. 2020, Epub: thoraxjnl-2020-215818
  • [3] Kobayashi et al., Imm Letters 2014; 162:256-61
  • [4] Baronzio et al., Hyperthermia in Cancer Treatment, Landes Bioscience 2006; 247-275
  • [5] Brockow et al., Clin J Pain 2007; 1:67-75
  • [6] Walz et al., Schmerz 2013; 27:38-45

Grafiken:

  • 1: Dtsch Arztebl 2020; 117(49): A-2416 / B-2036
  • 2: Dtsch Arztebl 2020; 117(49): A-2416 / B-2036
  • 3: Von Ardenne Institut für Angewandte Medizinische Forschung GmbH

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter 0351 2637 400 oder per Mail zur Verfügung.

Dresden, 18.05.2021

Noah S. Molinski

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