Liebe Newsletter-Leser und Patienten,

die Covid-19 Pandemie ist abgeklungen. Jetzt wird zunehmend sichtbar, dass eine Vielzahl von scheinbar Genesenen mit dem Multisystemischen entzündlichen Syndrom und auch dem „Long-COVID Syndrom“ (POST-COVID-Syndrom) zu kämpfen haben.

Weiter unten sehen Sie eine sehr gute Darstellung dieses Themas der Von Ardenne Institut für Angewandte Medizinische Forschung GmbH zum Thema Verwendung von Ganzkörperhyperthermie zur Unterstützung der „Long-COVID Syndrom“ (POST-COVID-Syndrom) Rehabilitation.

Da die Klinik im LEBEN 2 Systeme des Typs IRATHERM 1000M im Einsatz hat, haben wir basierend auf den Empfehlungen des Von Ardenne Instituts und unseren Erfahrungen bei der Behandlung derartiger Symptome ein Konzept entwickelt, welches je nach Ausprägung modular aufgebaut ist.

Die Therapie besteht an 3, 5 oder 10 Gesundheitstagen aus je einer:

Darüber hinaus empfehlen wir je Gesundheitstag ein/e:

  • Sauerstoff-Intervall Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT) zur Aktivierung des Zellstoffwechsels
  • Vitamin C – Infusion 15g

Aus unseren Erfahrungen heraus ist diese Therapie auch bei COVID-19 – Impfreaktionen gut einsetzbar.

Bei Interesse beraten wir Sie gern und erstellen Ihnen einen individuellen Kostenplan.

Kontakt:
Telefon 03661-4438210
Email
Kontaktformular https://www.klinik-imleben.de/de/kontakt/

Weiterführende Informationen zur Ganzkörperhyperthermie unter: https://med.ardenne.de

Verwendung von Ganzkörperhyperthermie zur Unterstützung der
„Long-COVID“ (POST-COVID-19) Rehabilitation

Fast 40 Mio. COVID-19 Infektionen in Deutschland (Stand April 2024) ziehen auch nach Abklingen der akuten Infektion häufig vielschichtige gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich.

Auszug eines Rundschreibens des Von Ardenne Instituts für Angewandte Medizinische Forschung:

  • „akute“ COVID-19-Erkrankung
  • Multisystemisches inflammatorisches Syndrom
  • „Long-COVID“ (POST-COVID-Syndrom)

Während die akute COVID-Erkrankung 10-14 Tage andauert tritt in seltenen Fällen, etwa 2-5 Wochen nach Beginn der Infektion, ein multisystemisches inflammatorisches Syndrom ein, welches mehrere Organsysteme betrifft, auch solche, die zunächst nicht vom Virus befallen waren. Im Zusammenhang mit COVID-19 wird dies häufig als Immundysregulation kategorisiert [1].

Doch weitaus häufiger treten auch noch Symptome Wochen bis Monate nach einer Infektion auf. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diese Symptome unter dem Begriff „LongCOVID“ oder „POST-COVID-Syndrom“ zusammengefasst. Bisher liegt jedoch noch keine  klare Definition der Long-COVID-Symptome vor.

Besonders auffällig ist zudem, dass auch immer häufiger junge Menschen unter den Langzeitfolgen leiden. In Grafik 1 ist die Altersverteilung von Teilnehmern einer Long-COVID-Umfrage dargestellt. Darin ist zu erkennen, dass mehr als 70% der Betroffenen noch keine 50 Jahre alt sind.

In einer ersten britischen Studie wurden 384 stationär behandelte Patienten mit einer COVID-Erkrankung nachuntersucht. Daraus geht hervor, dass 2 Monate nach der Entlassung fast 70% unter Fatigue und mehr als 50% noch immer unter Atemnot litten. Während mehr als ein Drittel (34%) weiterhin über Husten klagte, wiesen 14,6% auch Symptome einer Depression auf [2]. Unter den Langzeitfolgen leiden viele Personen also nicht nur physisch, sondern auch psychisch.

Diese vielen, eher unspezifischen Symptome bilden ein sehr komplexes Krankheitsbild, was einen großen Teil der POST-COVID-Ambulanzen vor Probleme stellt. Nicht immer liegen objektiv messbare Lungenfunktions-, Gasaustausch- oder Diffusionsstörungen vor.

In Grafik 2 sind die häufigsten Symptome während der akuten Krankheitsphase und 14-21 Tage danach in Balkendiagrammen dargestellt. Demnach beklagten mehr als 50% der erkrankten Personen ein oder mehr andauernde Symptome  im Nachfolgeinterview. Viele dieser Symptome wie Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Fatigue/Müdigkeit sind ein eindeutiges Indiz für eine verminderte Versorgung des Gewebes, einen verlangsamten Stoffwechsel und einen generell beeinträchtigten Immunstatus.

Rein physiologisch ist genau das der Ansatzpunkt, wo durch eine gesteigerte Körperkerntemperatur natürlich gegengesteuert werden kann. Es konnte bereits medizinisch belegt werden, dass mit Körperkerntemperaturen bis 39°C das Immunsystem signifikant stimuliert wird [3,4] und insbesondere die Ganzkörperhyperthermie muskuloskelettale Schmerzen deutlich reduzieren kann [5,6]. 

Aus besagten Erkenntnissen ergibt sich mit der Ganzkörperhyperthermie ein innovativer Weg zur Verbesserung der Regeneration und der Genesung von Patienten mit Spätfolgen einer COVID-19-Erkrankung. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass diese beschleunigte Regeneration ohne zusätzliche Medikamente und bei sehr geringem Risiko an Nebenwirkungen erfolgt.                                                  

Zur adjuvanten Behandlung von Patienten mit Langzeitfolgen einer COVID-Erkrankung mittels Ganzkörperhyperthermie gibt das Von Ardenne Institut für Angewandte Medizinische Forschung deshalb eine aktive Anwendungsempfehlung heraus.

Am patientenfreundlichsten lässt sich eine Ganzkörperhyperthermie-Behandlung mit der IRATHERM®1000M (Grafik 3) durchführen.

Zu empfehlen sind:

  • 3-6 Sitzungen mit einer Dauer von 75 min (45 min Temperatur-Anstieg plus 30 min Temperatur-Plateau)
  • das Erreichen einer Körperkerntemperatur von 38,5 – 39,0 °C
  • geringere Strahlungsintensität bei den besonders stark Geschwächten

Zudem kann die zusätzliche Gabe von Sauerstoff, im Sinne einer OXITHERMIETherapie, über die gesamte Behandlungsdauer in Betracht gezogen werden. Hierbei empfehlen sich 10 L/min, um den erhöhten Atemvolumenanforderungen bedingt durch die Hyperthermie gerecht zu werden. Weiterhin ist die Gabe von Vitamin C nach ärztlichen Ermessen während der Behandlung zu empfehlen.

Literatur:

  • [1] Datta et al., JAMA 2020; 324:2251-2252
  • [2] Mandal et al., Thorax. 2020, Epub: thoraxjnl-2020-215818
  • [3] Kobayashi et al., Imm Letters 2014; 162:256-61
  • [4] Baronzio et al., Hyperthermia in Cancer Treatment, Landes Bioscience 2006; 247-275
  • [5] Brockow et al., Clin J Pain 2007; 1:67-75
  • [6] Walz et al., Schmerz 2013; 27:38-45

Grafiken:

  • 1: Dtsch Arztebl 2020; 117(49): A-2416 / B-2036
  • 2: Dtsch Arztebl 2020; 117(49): A-2416 / B-2036
  • 3: Von Ardenne Institut für Angewandte Medizinische Forschung GmbH

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter 0351 2637 400 oder per Mail zur Verfügung.

Dresden, 18.05.2021

Noah S. Molinski

Wer sich weiter zu dem Thema informieren möchte:

Die Erkrankungen Long- Post -Covid, CFS/ ME bis hin zur Fibromyalgie beschäftigen Schmerztherapeuten täglich , um integrativ Zusatzmaßnahmen zu finden und Behandlungen zu verbessern.

Intensiv wird im Rahmen der Versorgungsforschung  validiert, welche Möglichkeiten es gibt und die vorhandenen Erfahrungen in die Praxis zu überführen.

Nach Sackett ( Sackett D L, Rosenberg W M C, Gray J A M, HaynesR B, Richardson W S. Evidence based medicine: what it is and what it isn’t  BMJ  1996;  312 :71 doi:10.1136/bmj.312.7023.71) ist Evidenz basierte Medizin aus  3 Säulen bestehend, das wäre die externe Evidenz, die interne Evidenz und die Patientenpräferenz.

Seit 2022  werden Beobachtungstudien in der Versorgungsforschung vom BfArM (https://www.bfarm.de/DE) anerkannt und sind als Basisversorgung in Effidenzpyramide die  Grundlage aller Folgestudien. Die Ganzkörperhyperthermie wird international intensiv eingesetzt. Somit sind folgende Studien Belege für positive Resultate:

1: Smadja DM, Abreu MM. Hyperthermia and targeting heat shock proteins: innovative approaches for neurodegenerative disorders and Long COVID. Front Neurosci. 2025 Feb 4;19:1475376. doi: 10.3389/fnins.2025.1475376. PMID: 39967803; PMCID: PMC11832498.

2: Schaefer J, Khanna D. Nutritional and Wellness Strategies for Neurological and Psychiatric Recovery From Post-COVID Syndrome and Post-acute Sequelae of COVID-19. Cureus. 2023 Dec 25;15(12):e51076. doi: 10.7759/cureus.51076. PMID: 38269219; PMCID: PMC10806386.

3: Vagedes J, Breitkreuz T, Heinrich V, Sobh M, Islam MOA, Vagedes K, Mergelsberg J. Whole-body hyperthermia as part of a multimodal treatment for patients with post-covid syndrome – a case series. Int J Hyperthermia. 2025 Dec;42(1):2488792. doi: 10.1080/02656736.2025.2488792. Epub 2025 May 7. PMID: 40336247.

4: Romeyke T. A Multimodal Approach in the Treatment of Persistent Post-COVID. Diseases. 2022 Nov 1;10(4):97. doi: 10.3390/diseases10040097. PMID: 36412591; PMCID: PMC9680432.

Da ähnliche Symptome wie Fibromyalgie bei Long Covid vorkommen können, kann sich darauf bezogen werden:

1: Öznur Ö, Schlee C, Utz S, Langhorst J. Investigating the Influential Factors of Mild Water-Filtered Infrared-A Whole-Body Hyperthermia for Pain Relief in Fibromyalgia: A Mixed-Methods Approach Focusing on Predictors and Patient Perspectives. Biomedicines. 2023 Nov 1;11(11):2949. doi: 10.3390/biomedicines11112949. PMID: 38001951; PMCID: PMC10669402.

2: Vogler D, Schmittat G, Ohrndorf S. Rheumatism and wIRA Therapy. 2022 May 6. In: Vaupel P, editor. Water-filtered Infrared A (wIRA) Irradiation: From Research to Clinical Settings [Internet]. Cham (CH): Springer; 2022. Chapter 19. PMID: 37494518.

3: Langhorst A, Langhorst J. Integrative Medizin, Naturheilkunde und Komplementärmedizin in der Therapie des Fibromyalgiesyndroms : Eine Übersicht vor dem Hintergrund klinischer Erfahrungen aus dem Versorgungsalltag [Integrative medicine, naturopathic and complementary medicine in the treatment of fibromyalgia syndrome : An overview against the background of clinical experiences from routine treatment]. Schmerz. 2023 Oct;37(5):319-323. German. doi: 10.1007/s00482-023-00716-7. Epub 2023 May 22. PMID: 37217810.

4: Jeziorski K. Hyperthermia in rheumatic diseases. A promising approach? Reumatologia. 2018;56(5):316-320. doi: 10.5114/reum.2018.79503. Epub 2018 Oct PMID: 30505014; PMCID: PMC6263304.

5: Langhorst J, Koch AK, Kehm C, Öznur Ö, Engler H, Häuser W. Mild Water-Filtered Infrared-A Whole-Body Hyperthermia Reduces Pain in Patients with Fibromyalgia Syndrome-A Randomized Sham-Controlled Trial. J Clin Med. 2023 Apr 18;12(8):2945. doi: 10.3390/jcm12082945. PMID: 37109279; PMCID: PMC10144038.

Symptome von Fatigue (CFS/ ME) bei Long Covid sind mit Sauerstoffgaben und auch zu bessern:

1: Gagnon C, Vincent T, Bherer L, Gayda M, Cloutier SO, Nozza A, Guertin MC, Blaise P, Cloutier I, Kamada A, Glezer S, Denault A, Tardif JC. Oxygen supplementation and cognitive function in long-COVID. PLoS One. 2024 Nov 5;19(11):e0312735. doi: 10.1371/journal.pone.0312735. PMID: 39499692; PMCID: PMC11537380.

2: Zeraatkar D, Ling M, Kirsh S, Jassal T, Shahab M, Movahed H, Talukdar JR, Walch A, Chakraborty S, Turner T, Turkstra L, McIntyre RS, Izcovich A, Mbuagbaw L, Agoritsas T, Flottorp SA, Garner P, Pitre T, Couban RJ, Busse JW. Interventions for the management of long covid (post-covid condition): living systematic review. BMJ. 2024 Nov 27;387:e081318. doi: 10.1136/bmj-2024-081318. PMID: 39603702; PMCID: PMC11600537.

3: Astin R, Banerjee A, Baker MR, Dani M, Ford E, Hull JH, Lim PB, McNarry M, Morten K, O’Sullivan O, Pretorius E, Raman B, Soteropoulos DS, Taquet M, Hall Long COVID: mechanisms, risk factors and recovery. Exp Physiol. 2023 Jan;108(1):12-27. doi: 10.1113/EP090802. Epub 2022 Nov 22. PMID: 36412084; PMCID: PMC10103775.

4: Wu BQ, Liu DY, Shen TC, Lai YR, Yu TL, Hsu HL, Lee HM, Liao WC, Hsia TC. Effects of Hyperbaric Oxygen Therapy on Long COVID: A Systematic Review. Life (Basel). 2024 Mar 26;14(4):438. doi: 10.3390/life14040438. PMID: 38672710; PMCID: PMC11051078.

5: Lee E, Ozigbo AA, Varon J, Halma M, Laezzo M, Ang SP, Iglesias J. Mitochondrial Reactive Oxygen Species: A Unifying Mechanism in Long COVID and Spike Protein-Associated Injury: A Narrative Review. Biomolecules. 2025 Sep 18;15(9):1339. doi: 10.3390/biom15091339. PMID: 41008646; PMCID: PMC12467101.

6: Shankar V, Wilhelmy J, Curtis EJ, Michael B, Cervantes L, Mallajosyula V, Davis RW, Snyder M, Younis S, Robinson WH, Shankar S, Mischel PS, Bonilla H, Davis MM. Oxidative stress is a shared characteristic of ME/CFS and Long COVID. Proc Natl Acad Sci U S A. 2025 Jul 15;122(28):e2426564122. doi: 10.1073/pnas.2426564122. Epub 2025 Jul 8. PMID: 40627396; PMCID: PMC12280928.

7: Hadanny A, Zilberman-Itskovich S, Catalogna M, Elman-Shina K, Lang E, Finci S, Polak N, Shorer R, Parag Y, Efrati S. Long term outcomes of hyperbaric oxygen therapy in post covid condition: longitudinal follow-up of a randomized controlled trial. Sci Rep. 2024 Feb 15;14(1):3604. doi: 10.1038/s41598-024-53091-3. PMID: 38360929; PMCID: PMC10869702.

Die Gabe von Lokalanästhetika gegen Schmerzen  lokal und als Infusion haben den zusätzlichen Effekt der Virenhemmung , gerade bei Covid ein wichtiges Thema und von der Uni Jena Virologie belegt, dort möglich zu recherchieren:

  1. Häring C, Jungwirth J, Schroeder J, Löffler B, Engert B, Ehrhardt C. 2023. The local anaesthetic procaine prodrugs ProcCluster® and procaine hydrochloride impair SARS-CoV-2 replication and egress in vitroInt. J. Mol. Sci.2023, 24(19), 14584; https://doi.org/10.3390/ijms241914584
  2. Häring C, Schroeder J, Jungwirth J, Löffler B, Henke A, Engert B and Ehrhardt C (2024) ProcCluster® and procaine hydrochloride inhibit the replication of influenza A virus in vitro. Front. Microbiol. 15:1422651. doi: 10.3389/fmicb.2024.1422651
  3. Jungwirth J, Siegert L, Gauthier L, Henke A, Krämer OH, Engert B, Ehrhardt C. The Procaine-Based ProcCluster® Impedes the Second Envelopment Process of Herpes Simplex Virus Type 1. Int. J. Mol. Sci.2025, 26, 7185. https://doi.org/10.3390/ijms26157185
  4. König S, Schroeder J, Heinekamp T, Brakhage AA, Löffler B, Engert B and Ehrhardt C. ProcCluster® and procaine hydrochloride inhibit the growth of Aspergillus speciesand exert antimicrobial properties during coinfection with influenza A viruses and A. fumigatus in vitro. Front. Cell. Infect. Microbiol. 2024 14:1445428. doi: 10.3389/fcimb.2024.1445428

Es erfolgen  Versorgungsforschungsstudien und  Vorträge im Rahmen der Schmerztherapie bei den deutschen Schmerztagen (z.B. S8-1 Schmerz und Hyperthermie…, Referent: Uwe R. M. Reuter (DGS-Regionalzentrum, Greiz/Vogtland, https://schmerztage2026.abstractserver.com/program/#/details/sessions/104) wo Ergebnisse präsentiert werden, da Long Covid inzwischen auch als Autoimmunprozess gesehen wird.

Im Rahmen des Qualitätsmanagements intern eine Validierung und Auswertung. Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Homepage auf den Qualitätsbericht der Klinik (https://www.klinik-imleben.de/de/klinik/kompetenzpartner).

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