Ganzkörper Hyperthermie – Moderne Überwärmungstherapie in erfahrenen Händen

Die Ganzkörper-Hyperthermie ist ein seit vielen Jahren angewandtes komplementärmedizinisches Verfahren, das auch in der Klinik im LEBEN angeboten wird. Dabei wird der gesamte Körper kontrolliert erwärmt. Ziel ist es, natürliche Regulations- und Abwehrmechanismen anzuregen sowie begleitende Therapien zu unterstützen. Die Methode wird in ausgewählten Bereichen erforscht und kann – je nach individueller Situation – als ergänzender Ansatz eingesetzt werden.

Was ist Ganzkörper Hyperthermie?

Medizinischer Hintergrund und Wirkprinzip

Die Ganzkörper Hyperthermie nutzt die Erkenntnis, dass viele Krankheitserreger und Tumorzellen empfindlicher auf Wärme reagieren als gesunde Zellen. Durch eine künstlich erzeugte Überwärmung (in der Regel 38,5–41,5 °C) werden Stoffwechselvorgänge angeregt und körpereigene Abwehrmechanismen verstärkt.

Abgrenzung zu lokaler Hyperthermie

Während bei der lokalen Hyperthermie gezielt Tumoren oder Körperregionen erwärmt werden, umfasst die Ganzkörper Hyperthermie den gesamten Organismus. Dadurch wirkt sie systemisch und beeinflusst das gesamte Immunsystem.

 

Ganzkörper-Hyperthermie: Kontrollierte Überwärmung zur Aktivierung von Stoffwechsel und Immunsystem – ein komplementärmedizinisches Verfahren in erfahrenen Händen.

Therapeutische Einsatzgebiete der Ganzkörper Hyperthermie

Onkologische Anwendung

In der Krebstherapie wird die Ganzkörper-Hyperthermie als begleitende Behandlung eingesetzt. Sie kann dabei helfen, den Körper zu stärken, die Wirkung anderer Therapien zu unterstützen und die Behandlung insgesamt besser verträglich zu machen.

Weitere Informationen zu Hyperthermie bei Krebs

Wichtig: Hyperthermie ersetzt keine onkologische Standardtherapie, sondern ergänzt sie unterstützend.

Immunstimulation und chronische Erkrankungen

Die Erwärmung aktiviert das Immunsystem, fördert die Bildung von Immunzellen und kann den Körper bei der Abwehr chronischer Entzündungen unterstützen.

Indikationen:

  • Colitis ulcerosa
  • Fibromyalgie
  • Hashimoto-Thyreoiditis & Schilddrüsenerkrankungen
  • Rheumatoide Arthritis
  • Long Covid / Post-Covid-Syndrom

Einsatz bei chronischen Infektionen

Auch bei langwierigen Infektionen berichten viele Patienten von einer Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Indikationen:

  • Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS / ME)
  • Epstein-Barr-Virus (EBV) und andere Herpesviren
  • Candida- und andere Pilzinfektionen
  • Post-Virus-Syndrome (z. B. Long COVID)
  • Chronische bakterielle Infektionen – z. B. wiederkehrende Blasenentzündungen oder Mandelentzündungen
  • Chlamydien-Infektionen
  • Mykoplasmen-Infektionen

Ablauf einer Ganzkörper Hyperthermie in unserer Klinik

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1. Aufklärung & Diagnostik
Vor jeder Behandlung führen wir ein ausführliches Gespräch, klären Vorerkrankungen und erstellen einen individuellen Behandlungsplan und eine Zielsetzung.

2. Durchführung und Überwachung
Die Therapie erfolgt unter kontrollierten Bedingungen. Während der Behandlung wird die Körpertemperatur kontinuierlich überwacht, um eine sichere und wirksame Erwärmung zu gewährleisten.

3. Nachsorge & Integration
Nach der Therapie folgt eine Ruhephase, unterstützt durch Flüssigkeitszufuhr. Kombiniert wird die Ganzkörperhyperthermie häufig mit weiteren Behandlungsverfahren der Klinik, wie Infusionen, Entgiftung, Ernährungstherapie oder Psychotherapie.

Patientin der Klinik im Leben bei der Vorbereitung auf eine Hyperthermie Behandlung

Ganzkörper Hyperthermie-Behandlung in der Klinik im LEBEN: Im Verlauf der Ganzkörperhyperthermie wird der Patient von qualifiziertem medizinischem Personal betreut, wobei die Therapie individuell auf ihn zugeschnitten und unter fachgerechter Aufsicht vorgenommen wird.

Vorteile und Wirkungen der Ganzkörper Hyperthermie

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Aktivierung des Immunsystems – Stärkung der körpereigenen Abwehr

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Verbesserung der Durchblutung – Förderung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung

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Synergie mit anderen Therapien – bessere Wirkung von Chemo- und Strahlentherapie

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Ganzheitlicher Ansatz – unterstützt Heilungsprozesse auf mehreren Ebenen

Sicherheit und Verträglichkeit

Medizinische Überwachung

Die Ganzkörper-Hyperthermie wird in unserer Klinik ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht und mit kontinuierlicher Kontrolle von Kreislauf und Körperfunktionen durchgeführt. So stellen wir eine sichere Anwendung und bestmögliche Betreuung während der Behandlung sicher.

Mögliche Nebenwirkungen

Vorübergehende Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, vermehrtes Schwitzen oder leichte Kreislaufreaktionen können auftreten. Diese klingen in der Regel rasch wieder ab und werden vom medizinischen Team eng überwacht.

Für wen die Therapie geeignet ist

Die Behandlung wird individuell geplant und auf die jeweilige gesundheitliche Situation abgestimmt. Vor Beginn erfolgt eine gründliche Untersuchung, um mögliche Kontraindikationen – wie schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder akute Infektionen – auszuschließen. So wird gewährleistet, dass die Therapie nur bei Patientinnen und Patienten angewandt wird, für die sie sicher und sinnvoll ist.

Häufige Fragen und Antworten zur Ganzkörper-Hyperthermie-Therapie

Was ist eine moderate Ganzkörper-Hyperthermie?

Die moderate Ganzkörper-Hyperthermie ist eine Form der Hyperthermie Therapie, bei der der Körper kontrolliert auf 38,5 °C bis maximal 40 °C erwärmt wird, um das Immunsystem zu aktivieren und den Stoffwechsel zu stimulieren.

Für welche Krankheiten wird Ganzkörper-Hyperthermie eingesetzt (Indikation)?

Die Therapie findet Anwendung bei chronischen Infektionen (z. B. Borreliose), Asthma, Rheuma, Hauterkrankungen sowie unterstützend bei Krebsbehandlungen und zur Entgiftung oder Gewichtsreduktion.

Wann sollte die Ganzkörper-Hyperthermie nicht eingesetzt werden (Kontraindikationen)?

Beispielsweise bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder akuten Infektionen. Eine vorherige ärztliche Untersuchung ist zwingende Voraussetzung.

Wie oft sollte eine Ganzkörper-Hyperthermie durchgeführt werden?

Dies hängt von der Grunderkrankung ab. Häufig werden mehrere Sitzungen in einem individuellen Rhythmus empfohlen.

Was kostet die Ganzköper-Hyperthermie?

Die Kostenübernahme hängt vom Versicherungsstatus ab. Private Krankenkassen erstatten die Behandlung häufiger als gesetzliche.

Wie unterscheidet sich Ganzkörper-Hyperthermie von Fiebertherapie?

Bei der Fiebertherapie wird das körpereigene Fieber genutzt, während die Ganzkörper Hyperthermie eine kontrollierte, technisch unterstützte Überwärmung darstellt.

 

Quellen und Fachliteratur

Vagedes J, Breitkreuz T, Heinrich V, Sobh M, Al Islam MO, Vagedes K, Mergelsberg J.
Whole-body hyperthermia as part of a multimodal treatment for patients with post‑COVID‑syndrome – a case series. International Journal of Hyperthermia. 2025 Dec;42(1):2488792. doi: 10.1080/02656736.2025.2488792. Epub 2025 May 7. PMID: 40336247.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40336247/

Mancilla‑Galindo J, Kammar‑García A, Mendoza‑Gertrudis ML, et al. Regional moderate hyperthermia for mild‑to‑moderate COVID‑19 (TherMoCoV study): a randomized controlled trial. Frontiers in Medicine. 2023 Dec 22;10:1256197. doi: 10.3389/fmed.2023.1256197.
https://www.frontiersin.org/journals/medicine/articles/10.3389/fmed.2023.1256197/full

Deutsche Gesellschaft für Hyperthermie e. V. (DGHT). Leitlinie zur Ganzkörperhyperthermie (Version 1.0). Oldenburg: DGHT e. V.; Oktober 2018.
https://www.dght-ev.de/static/files/6176bc00d899f6176bc700e647.pdf

Leitlinienprogramm Onkologie (AWMF, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe). S3-Leitlinie: Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen Patient:innen, Langversion 1.0. Juli 2021. AWMF-Registernummer 032/055OL.
https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Komplement%C3%A4r/Version_1/LL_Komplement%C3%A4r_Langversion_1.0.pdf

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