Aus Liebe zum Leben.

Intermittierende Hypoxie-Hyperoxie-Sauerstofftherapie (IHHT)

Den Zellstoffwechsel optimieren durch „Höhentraining“.

1. Erklärung + Bedeutung

Die Fähigkeit des Körpers zur effektiven Energiegewinnung wird durch den Alterungsprozess des Menschen, aber auch durch seinen heutigen Lebensstil stark beeinträchtigt.
Sogenannter oxidativer und nitrosativer Stress sowie eine Unterversorgung mit essentiellen Vitalstoffen verursachen ebenjenen Energiemangel, und zwar in den Mitochondrien unserer Zellen. Dieser wiederrum führt zu Leistungseinbußen und zahlreichen chronisch-degenerativen Krankheiten, die ihren Ursprung in den Mitochondrien haben.

2. Anwendung + Wirkung

Gesunde Mitochondrien bedeuten Lebensqualität. Jeder dritte Mensch ab 20 Jahren hat eine mitochondriale Dysfunktion. Chronische Erkrankungen sind zu über 90 Prozent auf Energiemangel in den Mitochondrien zurückzuführen, verursacht durch oxidativen und nitrosativen Stress sowie eine Unterversorgung mit essentiellen Faktoren.

Beim Zelltraining IHHT wird durch die einzigartige Kombination von hypoxischen (O2-reduzierten) und hyperoxischen (O2-angereicherten) Reizen das Regenerationspotential der Zelle optimal steuerbar. Die hypoxische Phase gibt den wichtigen Impuls zur beschleunigten Vermehrung neuer, gesunder Mitochondrien. Der Zellstoffwechsel wird reprogrammiert, indem methodisch erschöpfte „alte“ Mitochondrien zerstört werden und die Vermehrung gesunder, physiologisch „jüngerer“ Mitochondrien in den Zellen beschleunigt wird.

Anwendung findet dieses Verfahren in folgenden Bereichen:

  • Balancierung des vegetativen Nervensystems (Atmung, Verdauung, Stoffwechsel)
  • Veränderung der Blutbiochemie
  • Anpassung des Atmungssystems, Vergrößerung des Atemminutenvolumens
  • Verbesserter immunologischer Status
  • Balancierung der zellulären Energiegewinnung aus Kohlenhydraten/Fetten
  • Aktivierung der Stammzellreserve
  • Schnellerer Abbau von Laktat
  • Erhöhung der zellulären Radikalstresstoleranz
  • Leistungssteigerung des kardiovaskulären Systems
  • Erleichterte Erythropoietinproduktion und Stimulierung der Erythropoese, damit verbesserte Durchblutung von Muskeln und Organen
3. Verfahren + Methodik

Der Patient atmet entspannt im Liegen über eine Atemmaske im individuell einstellbaren Intervall hypoxische und hyperoxische Luft ein. Ein vorab eingestellter arterieller Zielwert der Sauerstoffsättigung (SpO2) in der hypoxischen Phase wird durch die intelligente Regelung des O2-Gehaltes in der Atemluft nicht unterschritten (Safety Cut Off). Die Messdaten werden während der Anwendung am Bildschirm angezeigt und zur späteren Auswertung und Dokumentation kontinuierlich aufgezeichnet. Gerade die kurze, kontrollierte sauerstoffarme Phase ist von Bedeutung: Als starker physiologischer Stimulus für den Körper ruft sie beispielsweise eine erhöhte Produktion von EPO (Erythropoetin) und Wachstumshormonen, HsP70 (molecular chaperones) und Zytoglobinen hervor. In der hyperoxischen Phase dagegen wird der Zelle nicht nur eine „hypoxische Pause“ angeboten. Auch die Hyperoxie reguliert die Genexpression der Zelle. Zum Beispiel werden über den Genschalter Nrf-2 zelluläre und Organ-Entgiftungsysteme angeschaltet. Die Zelle wird oxidations-stressresistenter gemacht.

Der Aufbau zellulärer Stickstoffmonoxidspeicher wirkt sich positiv auf den Blutfluss aus, bekämpft schädliche Mikroorganismen und unterdrückt Zellwucherungen, hilft die Nährstoffe im Muskelgewebe zu verteilen und beugt zudem Arteriosklerose vor.